Urban Gardening

Zwischen Asphaltstraßen, Betonplatten und Kopfsteinpflaster wachsen mühsam gepflegte Kräuterbeete, Blumenkästen & Co. heran: Praktisch wie extra-kleine Mini-Schrebergärten.

Es gibt viele Ausprägungen, die der Idee des Urban Gardening entsprechen: Angefangen bei öffentlich-zugänglichen Schrebergärten, Dachterrassen zum Selbstversorgen, Kräuterkästen auf dem Balkon, vertikal bepflanzten Naturmauern und „wilden“ Blumenbeeten in der Innenstadt bis hin zu Bienenkästen, die von findigen Imkern auf den Dächern versteckt wurden und noch viele, viele mehr.

Grüne Oase statt tristem Grau

Das Bild der Stadt soll aufpoliert werden. Alte Mauern und schiefe Kopfsteinpflaster, sowie Brach- und Ödflächen machen einen verwahrlosten Eindruck und die kleineren Grünanlagen der Stadt wirken meist lieblos und von ihrem Umfeld betongrau eingefärbt. Es gibt momentan zwei solch grüner Oasen in Regensburg, versteckt mitten in der Fußgängerzone. Der eine sogenannte „Transition Garten“ befindet sich direkt bei der Dreieinigkeitskirche in der Gesandtenstraße, der andere beim Roten Herzfleck.

Frisches Gemüse zwischen „Hochhäusern“

Die Idee der Selbstversorgung in der Stadt ist schon vor langer, langer Zeit einen schnellen und elendigen Tod gestorben: Pro Person werden ca. 500 m² Fläche an sorgsam gepflegten Beeten benötigt, um den Bedarf an Gemüse über das Jahr hinweg zu decken. Dabei sind aber Getreide, Kartoffeln, Obst und Kräuter noch gar nicht berücksichtigt, geschweige denn Fleisch und Käse. So viel Platz gibt es einfach nicht.

Aber nicht alles ist verloren: Neben den zwei grünen Oasen in der Fußgängerzone gibt es auch in Stadtamhof den „Garten für Alle“ und im Schatten der A93 im Westen von Regensburg den „PAT-Garten“. Die insgesamt vier Gärten sind Entspannungsort, Treffpunkt, Bürgerinitiative und Gemüsebeet in einem. Organisiert werden sie vom Transition Regensburg e.V.

Learning by Doing

Eines der erklärten Ziele der Transition-Town-Bewegung, um die Nachhaltigkeit zu fördern, ist das Weitergeben von Wissen. Und während dies für technisches Know-How bereits im RepairCafe passiert, so geschieht das auch für das eigene Anbauen von Gemüse und Kräutern in den Transition-Gärten.

Denn hier geht es nicht nur um die Pflege der Beete an sich, sondern auch darum, zu lernen, wie man mit geringen Mitteln und ohne großen Aufwand seine persönliche, grüne Oase zu Hause auf der eigenen (Dach-)Terrasse, dem Balkon oder sogar einem freien Fensterbrett heranzüchten kann.

Doch nicht jeder hat einen grünen Daumen und nicht jeder ist Teil des Transition Regensburg. Aber das macht nichts, denn die Gärten sind für alle frei zugänglich und auch ein unbeteiligter Laie kann gerne dazustoßen und sich mit Fragen nach Tipps und Tricks an die Vereinsmitglieder wenden.

Hier ist ein kurer Report von TVA über die Transitiongärten in Regensburg aus dem Jahr 2014! 

Achtung: Nicht zu verwechseln mit dem Urban Gardening Projekt ist die Grüne Oase im Ostermünsterviertel.