E-Car-Sharing

Hey, Earl! – Das E-Car-Sharing Projekt der REWAG

Im Schnitt steht ein PKW in Deutschland jeden Tag 23 Stunden lang. Das bedeutet, dass ein Auto für nicht einmal vier Prozent seiner gesamten Lebenszeit tatsächlich genutzt wird. In Städten wie Regensburg, in denen ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz besteht, ist diese Zahl vermutlich noch viel kleiner.

Car-Sharing: Die Idee und seine Probleme

Die Idee des Car Sharing ist aus dieser Problematik geboren: Ein Auto wird von mehreren unabhängigen Personen genutzt und zwar so, dass jeder dann Zugriff zum Auto hat, wenn er es tatsächlich braucht. Dadurch werden nicht nur Kosten gespart (zum Beispiel verteilt sich die Versicherung und Steuer auf mehrere Personen), sondern auch die Umwelt geschont, denn der negative ökologische Effekt, den die Manufaktur des Fahrzeugs verursacht, ist wiederum auf mehrere Personen und insgesamt mehr gefahrene Kilometer verteilt.

Aber so toll wie dieses Konzept klingt – es gibt auch ein paar Nachteile: Allen voran die benötigte Organisation und die Problematik der Nutzung, denn am Ende müssen dann doch alle um 8 Uhr in der Arbeit sein und um 3 Uhr morgens fährt auch keiner. Die Frage, wie das Auto vom einen Nutzer zum anderen gelangt, ohne ständig doppelte Wege fahren zu müssen, hat auch noch niemand wirklich zufriedenstellend gelöst.

Um eine möglichst hohe und ständige Nutzung des Autos zu garantieren, braucht man letztlich ein entsprechend große Gruppe an Menschen. Damit die doppelten Wege minimiert werden,  braucht es es einen zentralen, strategisch gewählten Parkplatz für das Auto. Und um zu Stoßzeiten auch für alle genug Fahrtgelegenheiten zu haben, werden mehrere Wägen benötigt.

Schlussendlich hat das zu zwei funktionierenden Ausprägungen geführt: die private Kleingruppe, in der sich zwei bis vier Personen sein Auto teilen und die Car Sharing-Communities, mit vielen Menschen und mehreren Autos, die oft von Unternehmen oder Vereinigungen zentral organisiert werden.

Earl – Car-Sharing in Regensburg

In Regensburg hat man die Idee des Car-Sharing mit dem Konzept der Elektroautos kombiniert: das E-Car-Sharing. Unter dem Namen „das Stadtwerk. Earl“ sollen die ökologischen Vorteile des Car-Sharings mit denen von Elektroautos vereint werden. Der Strom, der die Domstadt-Autos antreibt, besteht zu ca. 40 Prozent aus erneuerbaren Energien und ist etwas umweltverträglicher als ein herkömmlicher Benzinmotor. Verbindet man dieses mit den bereits erwähnten ökologischen Vorteilen einer Car Sharing-Community, entsteht ein hoch interessantes Pilotkonzept.

Zur Website von EARL inkl. Erklärvideo!

Lohnt sich das für mich?

Wie ganz am Anfang bereits erwähnt nutzen die Deutschen ihre Autos im Schnitt nur ca. eine Stunde am Tag, was auf das ganze Jahr hochgerechnet in etwa 300-400 Stunden entspricht.
EARL kostet pro Stunde maximal 2,99€ und bietet mehrere Rabattmöglichkeiten, z. B. zahlen Studenten nur 0,99€/Stunde. Hochgerechnet bedeutet das ca. 1.200€ Kosten für ein ganzes Jahr Auto fahren.

Während das nur ein Rechenbeispiel ist, ist dies definitiv eine Chance sowohl für die Regensburger/-innen, die ganz ohne eigenes Auto auskommen möchten, wie auch für Wenigfahrer oder die, die einfach mal ein E-Auto fahren wollen.

P.S.: Da gibt es noch was!

Earl hat auch eine kleine Schwester namens Ella und wie ihr die kostenlos nutzen könnt, findet ihr auf dieser Website heraus!